Endlich faltbar: Das iPhone Duo ist da, günstiger geht es aber anders

Apple hat am 9. September 2026 sein erstes faltbares Smartphone vorgestellt: das iPhone Duo. Samsung brachte sein erstes Foldable schon sieben Jahre früher auf den Markt, auch Google und Honor zogen längst nach. Das Duo eröffnet also keine neue Kategorie. Es tritt in einen Markt ein, der seit Jahren wächst und immer mehr Menschen überzeugt.

Entsprechend selbstbewusst tritt Apple auf: Hardware-Chef John Ternus nannte das Duo den grössten iPhone-Sprung seit dem ersten Modell. Vorgestellt wurde es zusammen mit dem iPhone 18 Pro, der Apple Watch Series 12, der Apple Watch Ultra 4 und den AirPods 5. Die mit Abstand meiste Entwicklungsarbeit floss jedoch ins Duo. Geschlossen erinnert es in Grösse und Form an einen Reisepass, aufgeklappt wird es zum kleinen Tablet.

Hier erfährst du, was Apple technisch umgesetzt hat, worauf verzichtet werden musste und was das Ganze kostet: in Österreich 2.319 € bis 3.819 €. Damit ist das iPhone Duo deutlich teurer als etablierte Foldables.

Was bietet das iPhone Duo? Technische Daten, Preis & Marktstart

Das iPhone Duo ist Apples erstes faltbares iPhone. Es bietet ein 5,4-Zoll-Aussendisplay, lässt sich auf ein 7,6-Zoll-Innenpanel aufklappen und arbeitet mit dem A20-Pro-Chip, den auch das iPhone 18 Pro nutzt. Es erscheint in Star White und Night Sky und wiegt 254 g, also ungefähr so viel wie ein grosses Topmodell.

In Österreich kostet das iPhone Duo 2.319 € mit 256 GB, 2.569 € mit 512 GB, 3.069 € mit 1 TB und 3.819 € mit 2 TB. So teuer war noch kein iPhone. Vorbestellungen starten am 16. Oktober, die Auslieferung beginnt am 23. Oktober in über 70 Ländern. 28 weitere Länder folgen am 30. Oktober.

Du musst den Betrag nicht auf einmal zahlen. In den USA beginnt das Leasing über Apple Upgrade mit Klarna bei 57,99 $ pro Monat und läuft über 24 Monate. Passend zum Duo verkauft Apple Hüllen in Marineblau oder Sand für 79 $ sowie ein Folio mit integriertem Ständer für 129 $, auch in Taupe. Beide sind mit MagSafe sowie kabellosem Qi2-Laden bis 25 W kompatibel.

Geschlossen misst das Gerät 11,3 mm, aufgeklappt sind es nur 5,2 mm. Laut Apple ist es damit das dünnste iPhone aller Zeiten, aber nicht das dünnste Foldable auf dem Markt.

Das Display des iPhone Duo: 10 Schichten, Nano-Textur und eine bewusste Wortwahl

Das Innendisplay des iPhone Duo besteht aus zehn ultradünnen Schichten. Die Nano-Textur wird per maskenloser Laser-Lithografie pixelgenau eingearbeitet. So entsteht ein mattes Display auf einem neuen Niveau. Dazwischen sorgen optisch klare, viskoelastische Klebstoffe dafür, dass sich das Panel sanft falten lässt. Apple spricht dabei ausdrücklich davon, die „Falte zu minimieren“, nicht sie zu eliminieren.

Im Praxiseindruck von The Verge war die Falte haptisch praktisch nicht wahrnehmbar. Das matte Display verhindere Spiegelungen sehr gut und lasse sich ohne Ruckeln schliessen. MacRumors sah das kritischer: Bei manchen Lichtverhältnissen bleibt die Falte sichtbar, fällt aber weniger auf als bei Samsungs Foldables. Die Reaktionen in den Kommentarspalten beider Artikel waren positiv, vor allem die Falttechnik wurde für einen Erstversuch gelobt.

Eine Titanschicht, sehr widerstandsfähiges Glas und eine eigens entwickelte Polymer-Beschichtung, die laut Apple 40 % steifer ist als typische Branchenmaterialien, stabilisieren das Panel. Vorn kommt Ceramic Shield 2 zum Einsatz, auf der Rückseite klassisches Ceramic Shield. Die Innenkamera mit 12 Megapixeln sitzt jetzt unter dem Display und bleibt unsichtbar, solange der Bildschirm aktiv ist.

Wie gut sich all das im Alltag auf Dauer bewährt, ist noch offen: Kein Medium konnte das Duo länger testen als während einer Demo zum Marktstart.

Im Inneren des iPhone Duo: A20-Pro-Chip mit neuer Kühlung fürs Falten

Im Duo arbeitet derselbe A20-Pro-Chip wie im iPhone 18 Pro: ein 2-nm-Design mit 6-Kern-CPU, 7-Kern-GPU inklusive Hardware-Raytracing und einer Dual-16-Kern-Neural-Engine. Gegenüber dem A19 Pro bietet er 50 % mehr Speicherbandbreite. Der eigentliche Clou ist das Kühlsystem:

Eine speziell entwickelte Vapor Chamber, inspiriert von Apples M-Serien-Chips aus seinen Laptops, liegt direkt am Chip an. Apple spricht von bis zu 35 % mehr dauerhaft abrufbarer Leistung im Vergleich zum iPhone 17 Pro. Vor allem bei langen Gaming-Sessions oder beim Export von Videos dürfte sich das bemerkbar machen, weniger in einem reinen Benchmark. Der neue Apple-C2-Modemchip erweitert mmWave-5G in den USA, bietet Sub-6-GHz-Unterstützung und senkt den Energieverbrauch um 15 % gegenüber dem Vorgänger. Der N1-Connectivity-Chip bringt Wi-Fi 7, Bluetooth 6, Thread und eine zweite UWB-Generation an Bord.

Das fehlt beim iPhone Duo: Face ID, Teleobjektiv, Farbauswahl

Apples aktuelles Topmodell bietet weiterhin Face ID, eine variable Blende und mehr Farbauswahl. Beim Duo fällt all das weg, um das faltbare Format zu ermöglichen:

Face ID: wird durch Touch ID ersetzt, der Fingerabdrucksensor sitzt in der Ein-/Aus-Taste.

Kamera: kein dediziertes Teleobjektiv. Der 2-fach-Zoom ist ein 12-MP-Ausschnitt aus der 48-MP-Hauptkamera, die Blende ist fest auf f/1.6 gesetzt und nicht variabel.

SIM: nur Dual-eSIM, weltweit. Ein physischer SIM-Kartenschacht fehlt.

Multitasking: Split View zeigt zwei Apps nebeneinander, jeweils fest auf einer Displayhälfte. Die Grösse lässt sich nicht anpassen.

Farben: Star White oder Night Sky, also nur zwei statt vier Farbtöne.

Apple gleicht manches per Software aus: Smart Take nutzt KI direkt auf dem A20-Pro-Prozessor. Die Kamera löst automatisch aus, sobald alle Personen bereit sind. Niemand muss also mehr für den Timer ins Bild hasten. Duo Preview spiegelt ein Livebild auf das Aussendisplay, damit sich das Fotomotiv besser positionieren kann. Kid Cue zeigt Peanuts-Animationen auf dem Aussendisplay, damit Kinder in die Linse schauen. Ausserdem kann per Duo-FaceTime eine zweite Person über das Aussendisplay und die Kamera zugeschaltet werden. Mit Dual Capture lassen sich Front- und Rückkamera gleichzeitig in FaceTime streamen. Ein Teleobjektiv ersetzen diese Funktionen nicht, sie werten die Kamera aber auf neue Weise auf.

Wie deutlich die Abstriche ausfallen können, bringt ein koreanischer Brancheninsider gegenüber dem Korea Herald auf den Punkt: „Wie soll das ein Fortschritt sein, wenn es mehr kostet und weniger Hardware bietet?“

Das Samsung-Display-Dilemma: Das wichtigste Bauteil kommt nicht von Apple

Samsung Display ist exklusiver OLED-Lieferant für das faltbare Panel des Duo, offenbar für bis zu drei Jahre. Apple verantwortet zwar Scharnier, Klebeschichten, Titanplatte und Nano-Beschichtung, der Bildschirm selbst wird aber in Südkorea gefertigt. Es ist kein Galaxy-Display mit aufgeklebtem Apple-Logo, die Falttechnik kommt jedoch nur von Samsung.

Auch beim Speicher ist Apple auf den Markt angewiesen: Samsung Electronics und SK hynix liefern einen Grossteil von DRAM und NAND für jedes iPhone. Speicher zählt inzwischen zu den grössten Preistreibern in der Produktion. Samsung Display entwickelte sich während Apples Arbeit am Duo weiter. Im Juli 2026 stellte das Unternehmen die Flex-Titanium-Struktur vor: ultradünnes Glas plus Titanlegierungsfolie und Titanplatte unter dem OLED. Genau dieses Haltbarkeitsprinzip setzt Apple auch im Duo ein. Entwickelt hat es dasselbe Unternehmen, das Apple beliefert.

Am Eindruck eines Premiumpreises ändert das wenig. Counterpoint Research berichtet, dass der Absatz von Apples Premium-Smartphones im ersten Halbjahr 2026 trotz ständiger Preiserhöhungen erneut um 9 % wuchs. Oder in den Worten eines koreanischen Insiders gegenüber dem Korea Herald: Samsung habe sieben Jahre lang bewiesen, dass Foldables funktionieren. Die eigentliche Frage sei, warum Apples Modell bei 1.999 $ startet.

Die Materialien im Duo erzählen zugleich eine neue Nachhaltigkeitsgeschichte: 35 % Recyclinganteil insgesamt, darunter 100 % recyceltes Kobalt im Akku und recyceltes Titan im 3D-gedruckten Scharnier. Die gesamte Wertschöpfungskette arbeitet zudem zu 60 % mit erneuerbarer Energie. Das sind starke Zahlen für ein Gerät, dessen wichtigste Komponente weiterhin nur von einem Zulieferer aus einem Land stammt.

Software für das Foldable-Format: Split View, StandBy und Siri AI

Mit iOS 27 bietet das Duo drei Nutzungsmodi: flach im Querformat, geschlossen im Hochformat und halb aufgeklappt im Stand. Dabei wandert der Bildschirminhalt automatisch von der Faltlinie weg. Split View legt zwei Apps nebeneinander, sogar zwei Instanzen derselben App sind möglich. Beide bleiben jedoch fest auf einer Hälfte. Auch Sperrbildschirm-Widgets, Dock und Navigation rücken zur Seite, damit vertikal mehr Platz bleibt. Das ist auf dem ungewöhnlich hohen Display praktisch.

Im halb aufgeklappten und nicht angeschlossenen Zustand wird das Duo mit StandBy zum Nachttisch-Display: Neben Uhr- und Modularansicht gibt es jetzt Kalender- und Wetterzifferblätter sowie einen Wecker mit Leuchtanzeige. Die Fotoansicht kann erstmals Bilder aus geteilten Alben statt nur aus dem eigenen Stream anzeigen.

Siri AI startet ab 14. September als Beta-Version und bekommt einen Kameramodus, der erkennt, worauf du die Kamera richtest, und direkt darauf reagieren kann. Apple Intelligence bietet ausserdem spezielle Duo-Funktionen wie Spatial Reframing & Extend für Fotos, eine aufgewertete Clean-Up-Funktion und verbesserte Bildgenerierung mit SynthID-Wasserzeichen. Apps wie Netflix, Zoom, Slack und Detail sind zum Start für das Foldable optimiert.

Foldables auf dem Markt: Diese Modelle sind schon heute refurbished erhältlich

Preis des iPhone Duo im Vergleich: Refurbished-Foldables auf einen Blick


Display
AMOLED, 120 Hz, faltbar

Bildschirmgrösse
7,6"

Akku
4400 mAh

Kamera
50-MP-Hauptkamera

Prozessor
Snapdragon 8 Gen 2

Gewicht
256 g

Erscheinungsjahr
2023

OLED, 120 Hz

7,9"

5150 mAh

50-MP-Hauptkamera

Snapdragon 8 Gen 3

230 g

2024

OLED, 120 Hz, faltbar

7,6"

4821 mAh

48-MP-Hauptkamera

Google Tensor G2

283 g

2023

Was beim iPhone Duo noch offen ist

Einige technische Details sind weiterhin offen. Wie so oft bei Apple nennt das Unternehmen auch beim Duo keine Akkukapazität in mAh. Veröffentlicht werden nur Videowiedergabezeiten: bis zu 31 Stunden über das Innendisplay, 44 Stunden über das Aussendisplay und 24 Stunden bei gemischter Nutzung. Diese Werte stammen laut Apple aus Vorserientests im Juli und August 2026 und basieren auf einem eigenen „repräsentativen Nutzungsprofil“. Die tatsächliche Akkulaufzeit im Alltag kann daher abweichen.

Wie sich die Falte langfristig verhält, weiss ebenfalls noch niemand. Foldables zeigen typischerweise nach drei bis sechs Monaten regelmässigen Faltens eine deutlichere Falz. Apple hat die Unterstützung für Apple Pencil bestätigt. Sie soll jedoch erst später im Jahr folgen, ein genaues Datum gibt es nicht. Ein Teardown zum Innenleben liegt bislang ebenfalls nicht vor.

Auf das iPhone Duo warten oder jetzt schon das Foldable-Feeling erleben?

Der Reiz des Duo liegt in der Technik: ein speziell gekühlter Prozessor, ein Displayaufbau, der die Falz geschickt kaschiert, Kamerasoftware als Ausgleich für das fehlende Teleobjektiv und ein Scharnier für ein Display, das nur Samsung liefern kann. Trotzdem ist das Duo nicht automatisch die bessere Wahl, gerade mit Blick auf Touch ID statt Face ID, die feste Blende und das eingeschränkte Multitasking.

Die oben gezeigten Modelle Galaxy Z Fold 5, Honor Magic V3 und Google Pixel Fold decken seit Jahren genau die Anforderungen ab, die Apple erst jetzt angeht. Als Refurbished-Varianten sind sie deutlich günstiger als das neue iPhone ab 2.319 € erhältlich. Wenn du vor allem das Foldable-Feeling willst und nicht zwingend das Apple-Logo brauchst, kommst du mit diesen Modellen deutlich schneller und günstiger ans Ziel.

Die häufigsten Fragen zum iPhone Duo

Hat das iPhone Duo eine sichtbare Falz?

Ja, Apple spricht davon, die Falz zu minimieren, nicht sie ganz zu beseitigen. Im Praxiseindruck von The Verge war sie kaum fühlbar, MacRumors sah sie bei bestimmten Lichtverhältnissen weiterhin deutlich. Beide konnten das Gerät bislang nur kurz am Tag des Marktstarts testen.

Warum setzt das Duo auf Touch ID statt Face ID?

Apple äussert sich dazu nicht. Berichte über Face ID unter dem Display gibt es nicht. Daher könnte Touch ID in der Taste am Rand dauerhaft die Lösung sein.

Funktioniert Apple Pencil mit dem Duo?

Ja, der USB-C Apple Pencil ist kompatibel, laut Apple jedoch erst später im Jahr und ohne konkretes Datum.

Hat das iPhone Duo ein Teleobjektiv?

Nein. Der 2-fach-Zoom ist ein 12-MP-Ausschnitt aus dem 48-MP-Hauptsensor, kein eigenständiges Objektiv. Funktionen wie Smart Take und Duo Preview gleichen das softwareseitig aus.

Was kostet das iPhone Duo in Österreich?

Es kostet ab 2.319 € für 256 GB und bis zu 3.819 € für 2 TB. Damit ist es das teuerste iPhone bislang.

Ab wann kannst du das Duo kaufen?

Vorbestellungen starten am 16. Oktober 2026, die Auslieferung beginnt am 23. Oktober in über 70 Ländern.

Gibt es offizielle Hüllen fürs Duo?

Ja. Von Apple gibt es ein Etui in Marineblau oder Sand für 79 $ und ein Folio mit Ständer für 129 $, ebenfalls in Taupe. Beide sind mit MagSafe und Qi2-Laden bis 25 W kompatibel.

Bekomme ich schon jetzt ein Foldable günstiger?

Ja. Refurbished-Modelle wie das Samsung Galaxy Z Fold 5 sind seit Jahren erhältlich, und zwar zu einem Bruchteil des Einstiegspreises des iPhone Duo.

Das Foldable-Feeling heute erleben: Refurbished-Modelle ansehen

Das iPhone Duo startet erst am 23. Oktober und ab 2.319 €. Wer schon vorher wissen will, wie sich ein Foldable anfühlt, oder einfach viel Geld sparen möchte, wird bei refurbed fündig. Refurbished bedeutet hier: Jedes Gerät wird professionell geprüft, gereinigt und vor dem Wiederverkauf umfassend getestet.

Jedes Gerät von refurbed ist transparent in Zustandsklassen von Gut bis Premium eingeteilt. Dazu kommen 12 Monate Garantie und 30 Tage kostenloses Rückgaberecht.

Refurbished Samsung Galaxy Z Fold 5, ein heute verfügbares Foldable

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